Quarantäne - Deutschsprachige Orthodoxie
Wüste und Berge

Worte und Quellen zur diesjährigen Großen Fastenzeit

Das Wort Quarantäne ist dem lateinischen Quadraginta entlehnt – „Vierzig“. Vierzig Tage Zurückgezogenheit zur inneren Reinigung finden wir schon im Alten Testament (3. Mose 12,1-3), sie begegnen uns bei Jesus Christus (Mk 1,13) und bei den Wüstenvätern, die in der Zeit vor Ostern, dem Fest der Auferstehung des Herrn, die Selbstisolation in der Wüste suchten. Die jährlich Große Fastenzeit setzt diese Tradition bis heute fort – und derzeitigen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie bringen uns diesem Geist der Entsagung und inwendigen Einkehr in diesem Jahr besonders nahe.


Die nachfolgende Auswahl von Sendschreiben der Bischöfe und anderer geistlicher Würdenträger im Zusammenhang mit Corona sowie mit Hinweisen auf Online-Übertragungen orthodoxer Gottesdienste in deutscher Sprache möge denen, die der Lichten Auferstehung des Herrn harren, geistliche Erbauung und Kraft geben.



Hier ein wieder aktueller Text des Hl. Johannes von Shanghai aus dem Jahr 1937


Eine Auswahl an Streams von Gottesdiensten in deutscher Sprache

(Danke an Edition Hagia Sophia)

Da wäre zunächst die Russische Orthodoxe St. Barbara Kirche zu Krefeld. Priester Alexej Veselov überträgt die Göttliche Liturgie am Sonntag um 9:00 Uhr.
 
Auch die Orthodoxe Kirchengemeinde Heiliger Sergius von Radonesch aus Albstadt überträgt am Sonntag ihre Göttliche Liturgie. Erzpriester Michael Buk, überträgt seinen Gottesdienst um 10:00 Uhr als Livestream auf seinem Youtube-Kanal.  
 
Als Drittes sei noch das Kloster des heiligen Hiob zu München empfohlen. Das Kloster der Russischen Orthodoxen Auslandskirche überträgt bisher sämtliche Gottesdienste als Livestream. Soweit uns bekannt, zelebriert Metropolit Mark vor allem an Samstagen in deutscher Sprache.
 
Natürlich werden alle oben genannten Gottesdienste ohne Teilnahme des Kirchenvolkes gefeiert. Anwesend sind nur Priester, Diakone und/oder Sänger. Umso mehr würden wir uns freuen, wenn Sie von der Möglichkeit der virtuellen Teilnahme Gebrauch machen würden. Beten wir dafür, dass sich die Pandemie und die mit dieser einhergehenden Einschränkungen des kirchlichen Lebens bald – mit Gottes Hilfe – ein Ende finden und wir alle wieder die Möglichkeit haben, aktiv an den Gottesdiensten in unseren Kirchen teilzunehmen.



Zum Abschluss sei noch hingewiesen auf die Hl. Corona, eine orthodoxe Heilige aus dem 2. Jahrhundert, deren Fürbitte uns in den kommenden Tagen und Wochen helfend zur Seite stehen möge!

Artikel in der Süddeutschen Zeitung

Artikel auf Domradio.de (römisch-katholisch) über die Reliquien der Heiligen Corona in Aachen