Jahreskalender der Heiligen auf der DOM-Synaxis Ikone

Freskenikone in der russisch-orthodoxen Kirchengemeinde zur hl. Großmärtyrerin Barbara in Krefeld.
Freskenikone in der russisch-orthodoxen Kirchengemeinde zur hl. Großmärtyrerin Barbara in Krefeld.

Maternus wirkte, ebenso wie dies für Eucharius, Valerius und Agritius in Trier gilt, in der zweiten Hälfte des 3. und zu Beginn des 4. Jahrhunderts als erster Bischof in (vermutlich) Köln. Sie alle spielten eine wichtige Rolle bei der Ausbreitung des Christentums nördlich der Alpen. Maternus nahm an den Anti-Donatistischen Synoden von Rom (313) und Arles (314) teil, wo er als Richter eingesetzt wurde.

Eine Überlieferung aus dem (frühestens) 7. Jahrhundert lässt den Apostel Petrus selbst Eucharius, Valerius und Maternus zur Mission nach Gallien und Deutschland gesandt haben. Er hatte Euchararius zum Bischof, Valerius zum Diakon und Maternus zum Hypodiakon ernannt. Auf dem Weg nach Gallien starb Maternus nach wenigen Tagen an einem hohen Fieber. Die beiden anderen kehrten verzweifelt nach Rom zurück. Doch gab der Apostel Petrus Eucharius seinen Stab, um Maternus wiederzubeleben. Nach erfolgreicher Auferweckung machten sich die drei auf den Weg nach Trier.

Diese Legende legt nahe (oder erklärt ex post) dass Maternus zunächst als Bischof von Trier wirkte und erst anschließend nach Köln kam. Nur so ist verständlich, dass seine Reliquien später nach Trier, in die wichtigste Stadt des Mittelalters nördlich der Alpen, kamen, während die Schatzkammer des Kölner Doms den Stab des Apostels Petrus aufbewahrt. Es handelt sich um einen hölzernen Stab mit einem Knauf aus Elfenbein aus dem 4. Jahrhundert und einer Metallhülle, die auf das 8. Jahrhundert datiert wird. Auch dieser Petrusstab wurde zunächst in Trier aufbewahrt.

Links

https://orthpedia.de/index.php/Maternus,_erster_Bischof_von_K%C3%B6ln

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maternus_von_Koeln.html

Quellen: Wiki, Oekumenisches Heiligenlexikon, Orthpedia, Mönch Melitons Heiligenviten, Vladyka Hiobs Kurzfassungen, Vater Alexandrus beiden Bände, der Tagungsband der russischen Konferenz in Berlin, einige Monographien.