Ikone, Magnus von Füssen
Ikone des hl. Magnus, geschrieben von Alexander Stoljarov

Magnus gilt mit den Heiligen Gallus und Kolumban als einer der drei Allgäu-Heiligen, die wesentlich zur Christianisierung des heutigen Südwestdeutschlands beigetragen haben. Er war möglicherweise iro-schottischer Herkunft, wurde im Kloster St. Gallen zum Mönch erzogen und lebte dort bis 730 als Einsiedler. Um 746 wurde er von Bischof Wikterp von Augsburg zur Missionierung ins Allgäu gerufen. Hier hatten seit dem Ende der Römerherrschaft nur noch wenige Romanen am christlichen Glauben festgehalten, während die Mehrzahl der Bewohner aus neueingewanderten, heidnischen Alemannen bestand.

In Begleitung seiner Gefährten Theodor und Tozzo soll Magnus in Bregenz einen Blinden geheilt haben. Er predigte zunächst in der Handelsstadt Kempten, wo er Schlangen (das Symbol des Unglaubens) und wilde Tiere mit dem Stab und dem Kreuz des heiligen Gallus verjagte und neben Drachen und Dämonen auch Insekten vertrieb, die die Ernten gefährdeten. Außerhalb der alten Römerstadt entstand hier ab 752 das bedeutendste Benediktinerkloster im Allgäu, das im karolingischen Frankenreich eine wichtige Rolle spielte.

Während Theodor in Kempten dort blieb, predigten Magnus und Tozzo als Priester das Evangelium an den Ufern des Lechs. Bei Rosshaupten errichtete Magnus ein Oratorium zu Ehren der Heiligen Jungfrau Maria und des Heiligen Florian und ließ auch Tozzo als Priester dort zurück.

Auf seinem weiteren Weg erreichte der Heilige Magnus Füssen, wo er eine Kapelle und ein Kloster baute. Für diese Klostergemeinschaft wurde er selbst zum Priester geweiht und verbrachte 25–30 Jahre in Füssen, wo er viele Wunder wirkte. Neben der klösterlichen Gemeinschaft entwickelte sich dort aufgrund seiner inspirierenden Predigten und Wunder ein Königshof.

Magnus starb am 6. September im Beisein von Theodor und Tozzo (der inzwischen Bischof von Augsburg geworden war). Bereits unmittelbar nach seinem Tod wurde er als Heiliger verehrt. Spätere Unruhen und Kämpfe zerstörten die Klöster in St. Gallen und Füssen; die Reliquien des Heiligen wurden nach Augsburg übertragen.

https://orthpedia.de/index.php/Magnus_von_F%C3%BCssen

https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Maginold_Mang.html

https://www.heiligenlexikon.de/Literatur/Magnus-Reliquien.html