Unsere 3. DOM-Sommertagung stand unter dem Thema
Wie kann die Kirche für Kinder zur Heimat werden – und Heimat bleiben?
Sie fand vom 29.9.-2.10.2023 wie gewohnt in der St.-Justin-Einsiedelei in Unterufhausen statt. Es gibt dazu auch einen Tagungsband, in dem die Vorträge und wichtige Diskussionspunkte verewigt sind:
Tagungsband
Hier ein
Bericht
von Cornelia Hayes
Unsere Tagung vom 29.9.-2.10.2023 zum Thema Wie kann die Kirche für Kinder zur Heimat werden – und Heimat bleiben? war von vorne bis hinten gesegnet.
Wer dabei war, hat viel Erfreuliches erlebt. Viele Priester, sogar ein Bischof, und Laien, unter ihnen viele aktive Mit-Gestalter ihrer örtlichen Haus-Gemeinden, haben sich ausgetauscht. DOMs Wunsch, über die eigenen Mitglieder hinaus auch in die orthodoxe Öffentlichkeit hineinzuwirken, geht immer gründlicher in Erfüllung.
Mit 73 Beteiligten hat sich die Zahl der Besucher gegenüber der Tagung 2022 nahezu verdoppelt. Und es ist schön, in den Diskussionen die persönlichen Erfahrungen und Kenntnisse miteinander zu teilen. Sicherlich war unser Programm allzu vollgestopft. Verschiedentlich wurde bedauert, dass zu wenig Zeit für persönlichen Austausch blieb. Das stimmt, liebe Mitmenschen!
Aber wir haben eine sehr begrenzte verfügbare Zeit, wir haben vielfach interessierte und interessante Referenten, und wir wollen auch die Sitzungen nicht teilen. Eine solche Tagung kann nicht mehr tun als Lust auf mehr Kontakt zu wecken, und diese Kontakte müssen dann halt hinterher weiter eigenständig gepflegt werden. Je öfter wir uns bei Mitglieder-Versammlungen, Focs-Gesprächen, Tagungen und den anderen kleinen Seminaren treffen, umso anregender wird der entstehende Freundeskreis. Das darf ruhig langsam wachsen.
Die Klosterküche hat uns mit dem vollen Maß schwesterlicher Liebe verwöhnt. Als wir zu danken versuchten, wollte es wieder keine gewesen sein. Als ob die Töpfe vom Himmel gefallen wären. So schmeckten sie jedenfalls.
Es ging um Kinder, und Kinder waren dabei: sie haben – unter Anleitung von Maria – gesungen und in wechselnden Besetzungen unsere Mikrofone verteilt. Sich nützlich zu machen, hat ihnen großen Spaß gemacht. Wie schade, dass wir den Kleinen in unseren Heimat-Gemeinden nicht auch das Kerzen-Management übergeben können! Rumrennen kommt in einer Diskussion auch besser als während der Liturgie. Immerhin, so konnten Mütter und Großmütter kleiner Kinder mit dabei sein, und einige Eltern konnten auch halb erwachsene Kinder mitbringen.
Auch Vater Justin hat immer noch nicht gelernt, an zwei Plätzen gleichzeitig zu sein: Während er in der Kapelle die zahllos erbetenen Beichten abnimmt, fehlt er in den Diskussionen. So geht das nicht! Irgendwie muss er aber trotzdem das Wesentliche mitgekriegt haben, – jedenfalls hat sein Schlusswort nochmal einen ganz neuen Akzent auf Kinder als Träger der Mitverantwortung für ihre Vorfahren gelegt.
Großer Dank gebührt unserem Tagungs-Management: Photinia, Anastasia – denen, die die Anmeldungen verwalteten, Nicolae, Peter, den vielen Gastgebern in der Umgebung, und all denen, die beim Küchen- und Deck-Dienst für all jene einsprangen, die ihre eingeteilten Dienste vergessen hatten oder aus theologischen Gründen nicht wahrnehmen konnten. Auch viele andere Gäste haben spontan zugegriffen, wo immer es was zu tun gab.
Eigentlich lebt so eine überregionale Gesellschaft von der Zusammenarbeit bei Großereignissen, auch und gerade, wo es um die leibliches-Wohl Infrastruktur geht. Darum bitten wir herzlich auch unsere bisher eher verborgen gebliebenen Mitglieder und Gäste: lassen Sie sich einladen, melden Sie sich zum Mitmachen! Anfang März, steht unsere 6. Mitgliederversammlung an, und wir können Hilfe unbedingt gebrauchen.
Da sich die Inhalte unserer Tagung nicht in wenigen Sätzen zusammenfassen lassen, verweisen wir nochmals, nachdem die Vorträge und Diskussionen der Sommertagung 2022 in der Edition DOM erschienen sind: Endlich angekommen in der Orthodoxie – und dann?, auf die Vorbereitung für unseren Tagungsband 2023. Die Verschriftlichung der Video-Mitschnitte unseres Archiv-Teams Nicolay/Simon setzt ebenso engagierte Mitarbeit voraus (siehe nachfolgenden Aufruf!).

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