
Meinung
Cornelia meint:
Ein katastrophal verwahrloster Junge, dem nur Unrecht getan wurde, verliert durch fehlgeleiteten Stolz seine letzte Wohltäterin, als die von ihm das Bitten um die gewährte Milch verlangt. Er kommt moralisch und physisch immer weiter runter und erschlägt schließlich auch eine Hundemutter, die er betrogen und dennoch ihre unverdiente Liebe gewonnen hat. Und nun bringt ihm die Sterbende ihr einziges überlebendes Hündchen. Der Junge erkennt, dass dies ein genauso verlassenes Wesen ist, wie er selbst – nur hatte das Hündchen wenigstens noch eine liebevolle Mutter. Die dem Jungen nun aufgebürdete Verantwortung für das Hündchen (immerhin, die hat er gleich begriffen) zwingt ihn nun, das Bitten zu lernen. Und damit nimmt sein ganzes Leben eine Wende. Schön, wenn auch grauslich
Info
Erscheinungsjahr | 19. Jh., 2. Hälfte |
Seiten | < 100 |
Autor | Ebner-Eschenbach, Marie von |
Kommentar zu: Ebner-Eschenbach, Marie von – Die Spitzin.