(1864 | 40 S.)

Meinung

Cornelia meint:

Aus tadellos moralischer Perspektive das Portrait eines Mannes, der es versteht, den Anschein der Anständigkeit über seinen tiefgegründeten und gänzlich schamlos ausgelebten Egoismus zu wölben. Seine Nemesis ist jedoch der behinderte Bruder, der ihn beim Verstecken des von der Mutter gestohlenen Geldes erwischt und auch nach Rückkehr aus Westindien seinen Neuanfang als respektierter Weltreisender samt Einheit in eine gute Familie ruiniert. Das ist meinetwegen ein Lehrstück über das verborgene Wirken der Schäbigkeit eines gefallenen Menschen, bei dem man nur hoffen (aber kaum erwarten) kann, dass sein erneutes Scheitern ihn bessert. Das ganze verziert mit ironischer Betrachtung über die Folgen, die ein Feinkostgeschäft für die Tugend der Ehefrauen einer Kleinstadt mit sich bringt. Sehr nun ja.

Info

Erscheinungsjahr 19. Jh., 2. Hälfte
Seiten < 100
Autor Eliot, George
Für Jugendliche: Ok

Kommentare

Kommentar zu: Eliot George – Brother Jacob.

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