(1819-1821 | 900 S.)
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Serapionsbr%C3%BCder
Meinung
Cornelia meint:
Ich lese mit viel Freude Walther Harichs Hoffmann-Biographie von 1920. Ich wusste nicht, dass man Hoffmann in Deutschland (anders als in Frankreich) sehr lange vergessen und erst im 20. Jh. neu entdeckt hat. Mehr über ihn zu erfahren, besonders über die grauenhafte Kindheit und Jugend und die großen Kämpfe seines künstlerischen Berufslebens, macht mich natürlich im Nachhinein milder in meinen Urteilen. Aber es geht hier ja nicht darum, einem Autor Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, sondern um eine/meine Meinung, was hilfreich als Lektüre ist..
Alte und neue Kirchenmusik
Eine auch für uns Orthodoxe sehr schöne Abhandlung über den Unterschied heidnischer und christlicher Musik und Malerei. Das Heidentum hatte Skulpturen, das Christentum lebt liturgisch mit der Musik.
Nachtrag nach der Lektüre von Novalis Geistlichen Liedern: da findet man, was Hoffmann als unmöglich ansieht: schöne deutsche zu Herzen gehende Gesänge. Klar klappt sowas nicht wenn man das Latein der Messe einfach so verdeutschen will.
Musik *
Artushof, Der
Der Konflikt zwischen kaufmännischer Lebenslage (mit Aussicht auf Partnerschaft und Heirat von Partners Tochter) und der heimlichen Kunstbegeisterung (hatten wir alles schon in Goethes Wilhelm Meister, aber egal) bricht auf, als Traugott, statt einen Reverses im Wirtschaftshof einer großen Stadt zu Papier zu bringen, zwei Figuren aus dem herrlich gemalten Fries abzeichnet, – und plötzlich beide Personen hinter ihm stehen und ihn ansprechen. Dabei gibt sich der Alte als der Maler jenes Frieses zu erkennen (200 Jahre nach Fertigstellung), während der liebliche Jüngling deutliche Sympathien zeigt. Traugott nimmt also beim Alten Mal-Stunden und entdeckt, als er einmal außerhalb der angesetzten Zeit dort Besuch macht, dass der Jüngling ein wunderbares Mädchen ist, Felicitas, die er schon vorher in Bildern bewundert hatte, die aber tot sei. Nun schlägt die Liebe über Traugott zusammen, er löst seine Beziehungen zum Kaufmann – aber am nächsten Morgen sind Vater und Sohn/Tochter verschwunden. Verwechslungen führen ihn auf der Suche nach der Geliebten nach Rom, wo er eine etwas mikrigere Ausgabe des Alten und der Tochter entdeckt, und Dorinda ist fast so schön. Aber heiraten will er doch lieber Felicitas. Da wirft ihn Dorindas Vater vernünftigerweise aus dem Atelier. Traugott ist aber inzwischen trotzdem ein arrivierter Künstler geworden und findet in seiner Heimat-Stadt endlich Erklärung für seinen Irrtum: Vater und Tochter Felicitas hatten ganz nah gewohnt, aber sehr versteckt, da der Vater eine Prophezeiung erhalten hatte, er werde sterben, wenn Töchterchen heiratet. Nun stirbt er aber von alleine und Töchterchen heiratet einen ganz bürgerlichen Handwerkermeister. Nein wie schrecklich. Glücklicherweise ist nun aber Dorindas Vater auch tot und sie erwartet ihn voller Liebe. Nix wie hin.
Auch hier gehen wieder Traum und Realität wie auf den perspektivischen Verwirrbildern von Escher ständig ineinander über. Dabei kommt die bürgerliche Realität grottenschlecht weg, wie das halt in der Romantik usus war. Dieser Hass auf das bürgerliche Wohlsein und die Identifizierung täglicher Arbeit und Fürsorge mit bornierter Dummheit hatte auch mich in meiner Jugend fest im Griff, leider, und machte mich zur fetten Beute von Leuten wie Nietzsche und beinah (aber nicht ganz) Wolf Biermann. Später habe ich meinen Hochmut schwer bereut.
Aber nachdem ich bei Harich das entsetzliche Automatenwesen der buckligen Familie des armen kleinen Ernst kennenlernen musste, verzeihe ich ihm einfach alles. Der Mann musste sich aus einer Hölle befreien, die ich selbst nur in dritten Aufwaschereien (bei Hesse, zum Beispiel) von Ferne kennenlernte. Der hatte alles Recht zu hassen, was ihm die Luft abdrückte. Es ist ein Wunder, was trotzdem aus ihm geworden ist und dass seine kleine polnische Frau es mit ihm aushielt.
Automate, Die
Das Thema der Automate wird von Hoffmann in vielen Erzählungen diskutiert. Hier nun ein wirklich interessanter Fall: Der Maschinen-Türke kann nicht nur Kopf drehen und Augen Rollen, sondern je nach in sein Ohr geflüsteter Frage antwortet er „in kind“: den Frechen frech, den Provozierenden abweisend, anderen mit großer Weisheit, die der Tiefe ihrer Seele antworten. Zwei Freunde erleben, dass er ein tiefes Geheimnis des einen enthüllt und mit einer schrecklichen Prophezeiung beantwortet. Am Ende einigen sie sich darauf, dass die Stimme, die sie aus dem Türken zu vernehmen meinen, die eigene Stimme ihres Herzens ist, die ihnen die wesentlichen Herzensfragen je nach Temperament so beantwortet, wie sie es sich selbst suggerieren.
Das ist mal ein interessanter Ansatz zum Vergleich mit KI, die ja auch „lernt“, die Bedürfnisse ihrer User immer besser zu befriedigen und dabei eine scheinbare Eigenpersönlichkeit annimmt. Das lohnt zu vertiefen!
Jg *
Bergwerke von Falun, Die
Macht es etwa was aus, in welcher Reihenfolge man liest? Ich habe dieses jetzt als Nummer 7 der Erzählungen Hoffmanns gelesen, und was mich sonst eher langweilte, nämlich die Einbeziehung von gespenstisch-Übersinnlichen (die Anderson einfach besser kann), das hat mich hier mitgenommen, verzaubert. Vielleicht, weil das ganze von vorneherein mehr wie das Märchen sich dargibt, das es ist. Ein junger Seemann hat nach dem Tod der Mutter keine Freude mehr am Meer und wird von Thorberg, einem als Bergmann verkleideten Fanatiker der unterirdischen Welt mit ihren Köstlichkeiten und ihrer Zauberkönigin Urania, nach Falun geschickt. Dort ergibt sich alles bestens, jedenfalls in der Oberwelt. Der Besitzer einer Grube nimmt ihn von Herzen auf, seine Tochter liebt zurück, das große Glück wartet nur darauf, wie die reife Birne vom Baum gepflückt zu werden.
In der Unterwelt aber nimmt man ihm übel, dass er ein anderes Glück sucht als das der Treue zu Urania. Seelisch verwundet und dem Wahnsinn nahe will er am Hochzeitstag noch ein Geschenk von unten holen und verursacht dabei einen Bergsturz, aus dem er erst 50 Jahre später gut erhalten geborgen wird. Und dann kommt das alte Mütterchen, dem der Thorberg ein Wiedersehen versprochen hatte, und haucht über der Leiche das eigene Leben aus.
Das klingt hier nu alles recht schlicht, aber es ist diese Schlichtheit, die die Märchenwahrheit bewahrt. Hier fehlt ganz die sonst beigefügte Ironie (im Topf). Aber es nimmt gefangen, und das ist auch mal schön.
(Ich habe im Vergleich die Fassung derselben Begebenheit bei Hebel gelesen (Unverhofftes Wiedersehen), aber das ist ganz trocken und wie eine Zeitungsnotiz „besondere Begebenheiten“. Wirklich nicht lohnend.)
GK**
Brautwahl, Die
Und nachdem ich so (Leben eines bekannten Mannes) eigentlich mit aller Teufelei am Ende bin, überrascht mich die Brautwahl. Liegt es daran, dass meine Erkältung sich langsam dem Antibioticum geschlagen gibt und mein Hirn mit neuer Kraft und Neugier sich aufrappelt? Der Ton dieser Geschichte greift mir gleich ans Herz: das ist der Ton des Goldenen Topfs, der einen sogleich märchenhaft gefangennimmt? Und des Nussknackers?
Und hier kommen gleichsam zwei zweifelhafte Geister zur Geltung: der eine in Gestalt von Manasse, dem Ewigen Juden, samt blödem Neffen Geldgier, der andere, Leopold der Goldschmied, auch der Renaissance entstiegen und zu seiner Zeit unrechtmäßig verleumdet. Und dieser nutzt seine herrliche sarkastischen Streiche, um einen ältlichen Geheimen Kanzeleisekretär Tussmann von der blöden Idee abzubringen, das blühende Töchterlein seines Schulfreundes, des Kommissionsrats Vosswinkel, heiraten zu wollen, das letzterer ihm angeboten hatte, um das Mädel möglichst bequem und Kosten-sparend unterzubringen. Zugleich liegt ihm der Maler Eugen am Herzen, den er daran hindern will, sich durch die Liebe zu dieser holden Veronika davon abbringen zu lassen, die zur Entwicklung seiner Kunst unverzichtbare Romreise zu unternehmen.
Das heißt: es geht diesem Wohltäter einfach darum, schreckliches Unheil zu vermeiden, denn dass er Veronika vor ihrem Schauerbräutigam rettet, scheint – da Eugen am Ende eh in Rom bleibt – ein Sonder-Anliegen, das den Leser eigentlich im Mitgefühl mit dem verliebten Eugen in die Irre führt. Am Ende fühlt er sich ein bisschen genasführt. Und die Magie, die hierbei zum Einsatz kommt, ist dermaßen komisch, dass sie ihren verstörenden Charakter ganz verliert und im Märchenleben einfach dazugehört.
Eine wilde Geschichte, bei der am Ende Eugen in Rom sich abkühlt und Veronikachen schon gleich – ganz wie im Goldenen Topf – durch Eitelkeit (man kann bei den Tee-Einladungen ein Brieflein aus Rom aus dem Strickkörbchen ziehen) darauf vorbereitet wird, später einen angehenden Advokaten zu ehelichen. Also auch hier wird die große Liebe ins Reich der Schäume verbannt.
Das alles ist wunderschön. Was aber mit der antisemitischen Darstellung der Geldjuden? Ich habe sowas den Hosen des Herrn von Bredow nicht verzeihen wollen, bei Freytag sah ich das Bemühen um Balance (gute/schlechte Juden) – immerhin. Aber hier: Das ganze spiegelt die Welt des 16. Jahrhunderts. Es appelliert an bestehende Vorurteile. Und wir leben heute in einer Welt des wachsenden Antisemitismus. Allerdings richtet sich dieser auf die Politik Israels, wobei die landwirtschaftliche Exzellenz und militärische Brillianz seiner Bevölkerung all die alten Bilder überschrieben haben. Wo heute alte Bilder noch wirken, ist in den Schauermärchen über Finanzwelt und internationale Verschwörungen. Nichts davon hier.
Darum meine ich, man kann das – mit angemessener Begleitung durch Erwachsene – durchaus Kinder genießen lassen.
GK **
Dichter und der Komponist, Der
Obwohl die heutige Theatermisere mit ihrer Verseichtung großer Werke der Vergangenheit, mit ihrer künstlichen Verzeitgenossisierung eigentlich dringend eines Kulturkampfes bedarf, kann ich mich einfach nicht dazu bringen, in die Tiefen dieser Kunst-theoretischen Diskussionen einzudringen. Mögen andere dort nach Schätzen graben.
Bemerkenswert nur nebenbei, dass Hoffmann in Beethovens Instrumentalmusik den guten alten Haydn und sogar Mozart beiseiteschiebt, um Platz zu sichern für das neue, das gewaltige, das Wahnsinns-geadelte Genie. Ich bin selbst mir nicht sicher über den status der Kunst – und verstehe eher den Heiligen Sophrony, der weg von ihr sich wandte und zum Beten kam. Aber auch das geht mir sehr über die Hutschnur.
Kunst
Doge und Dogaressa
Siehe Einzelbewertung
Einsiedler Serapion, Der
Da hat sich der Autor also an die Wüstenväter rangemacht und holt die nun wiwe verstaubte Puppen vom Dachboden. Damit sie laufen lernen, muss man natürlich abstauben und, weil sie schon ein bisschen ausgeblichen sind, ordentlich die Pfeffersauce des Wahnsinns drangeben. So bietet sich dem Erzähler, der den Alten im Wald entdeckt hat und nachher psychologisch auf Erlösung losschießt, das paradoxe Bild geistiger Heiterkeit und Zufriedenheit bei gleichzeitiger Desorientiertheit und Halluziniererei. Das Abnorme als Königsweg zur Tiefe.
Das Ganze ist so ärgerlich, dass man es nur als Ausweis einer Zeit ertragen kann, die sich die wahre Spiritualität verstellt hat und ihren Hunger nach dem „Speziellen“ nun mit Ersatzdrogen stillt. So, als Zeit-Diagnose, mag es hingehen.
Hist
Erscheinungen – 1817
Es geht um die Schlacht um Dresden 1813, einen der letzten Siege Napoleons gegen die Allianz. Die Franzosen beschließen einen mitternächtlichen Ausfall, der aber offenbar irgendwie an die belagernden Russen durchgestochen wird, so dass die per Signalfeuer ihre Truppen gegen den als Überraschung geplanten Schlag zusammenziehen konnten. Hauptfrage: wie kriegten die die Information? Und da passt eine traumatisierte Nixe mit Heilig-mäßigem Vater irgendwie hinzu, aber wie, weiß man nicht. Und den Ausfall habe ich nichtmal bei Wikipedia finden können. Brrr.
Bei Harich erfahre ich, dass diese Nixe eine under cover Russin war, die, indem sie den Fluss durchschwamm, drüben die Belagerer vor dem Ausfall hatte warnen können. Fein.
Fermate, Die
Profi Musiker erinnert sich anhand eines Bildes im Museum an eine Szene aus seinem Leben und erzählt, wie diese seinen Weg zur Musik ebnete: Es begann mit Dilettantereien unter unfähigen Lehrern in der Kleinstadt, dann schneien zwei Profi-Damen rein, die ihm die Herrlichkeit wahrer Musik eröffnen, leider halt manipulativ und unehrlich den Jungen zwar erziehen, aber auch ausnutzen und ihn an den ersten besten Tenor „verraten.“ Der, in seinem Stolz begreiflicherweise verletzt, geht nach Rom und wird Meister. Und erlebt die beiden, leicht gealtert aber sonst unverändert, in jener auf dem Bild dargestellten Szene, die eine parallele Szene seiner ersten Begegnung mit den Damen wiederholt. Gleich wollen sie ihn wieder einfangen, aber er entzieht sich.
Und was lernen wir daraus, fragt die nervige Großmutter: dass zwischen göttlicher Musik und menschlichem Anstand eine Lücke klafft. Nun, auch ohne den fehlenden Anstand kann man beim hl. Sophrony lesen, wie sehr ihm der künstlerische Zugang zur Transzendenz, nach der er sich sehnte, nicht mehr genügte.
Fräulein Scuderi, Das
Siehe Einzelbewertung
Fragment aus dem Leben dreier Freunde, Ein
Ganz witziges Konzept: alle drei Freunde verlieben sich Knall auf Fall in dasselbe Mädchen und dichten da eine unglückliche Liebe drumrum. Einer nach dem anderen macht sich ran, der erste, wie er merkt, es gibt keinen Konkurrenten, hört sofort mit dem Lieben auf und flieht in den Krieg (überall werden Freiwillige gebraucht, und tarramtatamm ab geht’s), der zweite verspinnt sich in dermaßen verrückte Forderungen, dass er zur Lachnummer wird, und der dritte – ach ja, der hat sie geheiratet. Das Ganze dann noch bissel scharfgemacht durch eine Portion Grusel mit gespensternder Erbtante, – ohne das geht’s wohl nicht. Warum nur hat Balzac den Hoffmann so sehr geschätzt?
fremde Kind, Das
Nicht wirklich eine Geschichte für Kinder sondern für Erwachsene mit Sehnsucht zurück in die Kindheit. Und da wird ein Zauberwesen aus dem Feenreich zum Spielgefährten – reines Glück, aber es gibt den verfolgenden Feind, der als Hofrat die Kinder unterrichten soll und sie mit Nadeln sticht. Er hasst den Wald und entlarvt sich dort als die böse Brummfliege, die das Reich der Königin zerstörte und auch das Königskind zerstören will, das übrigens vom Jungen als Junge, vom Mädchen als Mädchen erkannt wird.
Das ist alles Romantik pur, und wer Romantik pur mag, findet sich gut bedient. Mir ist das alles schon wieder zu vorgefertigt. Marke Lillifee mit schwarzen Einschlägen.
Historisch bemerkenswert, dass hier von Rousseau inspiriert die Abrichtungs-Pädagogik der Kinder kritisiert wird. Die sollen in den Wald, da finden sie das echte Leben. Okay.
Päd
Kampf der Sänger, Der
Absolut schreckliche Verwurstung alter Quellen über den Sängerhof in Thüringen. Völlig verblödete Trivialisierung mit Teufel und Astrologie und schreienden Abgründen und Wahnsinn – das ganze Paket. Dieser Aufputz hat mich schon im Faust I gestört (während Faust II wenigstens originell ist). Eine Art Sammlung von Glanzbildchen, wie wir sie als kleine Mädchen in der Schule getauscht haben.
Königsbraut, Die
Der Freiherr Dapsul von Zabelthau wohnt mit Tochter Ännchen in seinem Dorf und Gutshaus. Er spinnt in seinem astronomisch-astrologischen Zauberturm rum, sie geht im Gemüsegarten auf und in der Liebe zu dem Studenten Amandus von Nebelstern, der sich als Dichter träumt.
Plötzlich zieht sie aus dem Rübenbeet eine Alraune mit Ring, den sie sich bedenkenlos an den Finger steckt, was weh tut und nicht mehr abgeht. Nun Zauberpapa merkt, dass Fürchterliches sich ereignen wird und versucht, daran rumzuzaubern.
Ankommt eine ganze Parade von kristallnen Karossen mit winzigem Hof drin. Baron Porphyrio von Ockerodastes, gen. Corduanspitz, kommt auf ein paar Taage zu Besuch. Ännchen bemerkt: ich kann die alle weder unterbringen noch beköstigen. Kein Problem: ihre schönen Gemüsebeete werden plattgemacht und es entsteht ein Zeltpalast, mehrstöckig. Und alles Futter haben sie eh dabei. Plötzlich ist Dapsul wie verwandelt, verklärt, zufrieden mit einer Hochzeit mit tollem Fürsten. Sie aber erkennt den Kobold und will nicht. Gefangen in der Zauberei, schreibt sie ihrem studierenden Amandus einen Hilferuf. Er soll kommen und sie retten. Inzwischen kriegt der Kobold sie zum Umdenken, denn er outet sich als König, und sie als Königin, und plötzlich findet sie ihn wundervoll und liebt. Und von Amandus kommt eh nur dummes Gedichte.
Ein vom Schullehrer geschenkter Bund Radieschen eröffnet die Feindschaft zwischen Radies und dem Karottenkönig. Dapsul merkt hierbei, dass irgendwas an dem begrüßten Schwiegersohn nicht stimmt, wohingegend Ännchen völlig begeistert in ihrer Verblendung bleibt. Und sie schreibt Amandus, dass er sich alles Rettenwollen sparen kann, sie liebt jetzt diesen König. Dapsul hat jedoch die Gnomennatur dieses Eindringlings durchschaut, befähigt sie, den Palast als einen Schlamm-Pfluhl zu erkennen. – und da findet sich Ännchen selbst schon in eine Gnomin verwandelt. Aber Dapsul kennt die Rettung: lässt Kochtöpfe schmieden und kocht sämtliches Gemüse, d.h. das Gefolge des Gnoms. Kampf aller, Dapsul wird als Braten angerichtet.
Auftritt Amandus – und Ännchen, geheilt von ihren Königsträumen, lässt sich gerne retten. Obwohl – der Koboldkönig hatte auch Amandus schon gewonnen durch Lob seiner Verse und eine Stellung als Hofpoet, so dass Amandus ganz zufrieden mit dem Verlust Ännchens wäre. Allerdings sind die Verse so grässlich, dass der Karottenkönig daran zugrundegeht und wie-der in die Erde schlüpft. Ännchen ist wieder schön, will das Beet erneuern, haut aber im Eifer dem Amandus an den Kopf. Und damit ist beider Gesinnung dauerhaft geändert: Ännchen lässt die Magd die schweren Arbeiten machen und besinnt sich aufs Leiten des Haushalts, Amandus lernt, alle wahren Dichter zu schätzen und dichtet nicht mehr selbst.
Höchst vergnüglich.
Gk *
Meister Martin der Küfer und seine Gesellen
Siehe Einzelbewertung
Nachricht aus dem Leben eines bekannten Mannes
Dieser kurze Schwank leitet den 5. Abschnitt der Serapionsbrüder ein, und ich gestehe, dass ich erst jetzt die vorbereitende Unterhaltung nicht übersprungen habe, sondern darin einen wichtigen Hinweis finde. Beim Kampf der Sänger Cyprians hatte es Kritik an dessen ausufernder Teufelei gegeben, wogegen Cyprian diesen als stets bereiten aide de camp verteidigte und dabei besonders die alten Chroniken zitierte.
Also wie ich schon wusste: Die Aufklärung hatte eine solche Entzauberung der Welt mit sich gebracht (dagegen ist die Webersche im Ende des 19./Anfang 20. Jhs. ein schwacher Abglanz), dass sensible Menschen einen Ersatz suchten. In vielen Geschichten reicht das Hineintauchen in die Psyche, in anderen in geheime Naturkräfte (Schubarts Nachtseiten der Naturwissenschaft), in anderen bedient man sich alter Teufelsgeschichten, die man zum Gruselduselvergnügen den Zeitgenossen auftischt. Als Christ weiß man besser, warum man sowas lassen soll.
Hier also im aufgeklärten Berlin ein ungemein höflicher, allseits beliebter Neu-Ankömmling. Nur dass er so hohe Sprünge macht und manchmal als Toter vor den Türen jammert, befremdet, aber er weiß alles zu erklären. Im Haus eines Ratsherrn wird gerade eine Geburt vorbereitet, und die Hebamme begrüßt den Fremden überschwänglich, wird aber von diesem in die Ecke gejagt. Am Ende ist das Kind ein grausiger Wechselbalg, und die Alte soll es verhext haben. Auf dem Scheiterhaufen ruft sie den Fremden als Satan zu Hilfe, und der rettet sie. Und die Berliner merken: auch wer so fromm und nett sich benimmt, kann ein Schlimmer sein.
Nachher diskutiert man über die Natur des typisch deutschen Teufels und über die Seltsamkeiten, dass manche Hexen ganz frech und freiwillig ihre Untaten bekannten. Ohne Folter. Und über Fouques Galgenmännlein. Aber das heißt alles gar nichts.
Nussknacker und Mausekönig
Ich bin wirklich neugierig auf diese Erzählung, nachdem der 5-jährige Silvan Monatelang mit Zinnsoldaten und Mäusen aus einem Hörbuch gelebt hat.
Und ja, auch ich bin begeistert von der subtilen ineinander-Weberei von Traumwelt und Realität. Die kleine Marie kriegt von einem etwas unheimlichen Paten Drosselmeier (in dem, wie Harich meint, Hoffmann sich aber selbst abbildet), der Uhrwerke und allerlei Spieluhren basteln kann und einen handwerklichen Zwischenzustand zwischen Zauberer und Märchenfigur darstellt, einen hölzernen Nussknacker, den sie lieb gewinnt und den sie gegen den bösen Mäusekönig mutig und später unter allerlei Opfern der Liebe verteidigt. Zum Lohn führt er sie als designierter Prinz durch sein Puppenkönigreich (mit bisschen viel Süßigkeiten für heutige, Zahnarzt-geschulte Eltern) und verwandelt sich aufgrund ihres Bekenntnisses ihrer Liebe zu ihm, trotz aller Hässlichkeit, schließlich in den Neffen des Paten, der nun als wunderschöner Prinz sich entzaubert findet und seine Marie heiratet. Das ist Romantik vom Feinsten, gebrochen am Unglauben der Familie und dem Kummer Maries darüber, und trotzdem auch den Kleinen schon zumutbar.
Eine Stelle lässt mich allerdings ratlos. Im Reich des Nussknackers taucht ein Spiegelbild des Militarismus von Bruder Fritz auf, indem ein türkischer Zuckergroßmogul mit Janitscharen über den Markt der Hauptstadt marschiert, während die Fischerzunft ein Opferfest begeht, so dass alles in Prügel und Geschrei versinkt. Erst der Ruf „Konditor“ schafft sofortige erschrockene Ruhe. Das sei eine „unbekannte grauliche Macht“ die aus Menschen machen kann, was sie will, als Verhängnis über der Welt der Zuckerpuppen, das jede von ihnen über „das Irdische“ hinaus mit der Frage „Was ist der Mensch und was kann aus ihm werden?“ konfrontiert. Ich argwöhne, dass wir hier einen blasphemischen Seitenhieb auf die Kirche vor uns haben. Aber man kann das auslassen, es wirkt sich auf die Geschichte sonst nicht aus.
KK ***
Rat Krespel
In Rat Krespel verbinden sich Genie in der Klärung juristischer Sachverhalte, in architektonischer Kompetenz, Exzellenz im Geigenbau und musikalischer Begabung. Zugleich wirkt er psychisch wie physisch verstörend auf seien Umgebung, nur der weise alte Professor, in dessen Familie er zu Gast ist, durchschaut die zugrundeliegende seelische Not. Die Geschichte wird vom Studiosus H. erzählt, der auf der Durchreise in diese Verhältnisse hineingerät und von der wunderbaren Stimme Antonies so Erstaunliches gehört hat, dass er vor Sehnsucht, sie zu hören, vergeht. Die Nachbarschaft hat sie nur einmal singen hören, dann ihren Bräutigam erschrocken davonfahren sehen. Alle Versuche, Antonie zu hören, schlagen fehl. Als er nach zwei Jahren zurückkommt, ist gerade ihre Beerdigung zu Ende. Schließlich hält es den jungen Juristen nicht länger, und er wirft dem alten Mann seine mörderische Bosheit vor.
Der erzählt ihm seine Lebensgeschichte, in der seine unglückliche Ehe mit einer Primadonna durch Fensterwurf und Abreise endete: Er hat die Nase voll von ihren hundsgemeinen Launen. Dennoch geht aus der Ehe ein Kind hervor, das auch singt und mit einem Musiker verheiratete werden soll, gerade als die Mutter stirbt. Krespel wird vom Arzt benachrichtigt und erfährt: die Tochter hat dieselbe Krankheit (vermutlich TB) wie Mama und wird sehr bald sterben, wenn sie singt. Der Bräutigam kann wohl nicht anders als sie trotzdem zum Singen zu bringen – das war es, was die Nachbarschaft damals mitanhörte. Das endete mit einer Ohnmacht, die Krespel für ihren Tod hält. Deshalb wirft er den Egoisten aus dem Haus und droht mit Messern. Aber Antonie lebt und ist einverstanden, gesanglos bei Papa zu bleiben, ihm das Alter zu verschönen und selbst lebendig zu bleiben. Den Klang seiner Geige empfindet sie als ihre eigene Stimme – alles gut.
Bis Bräutigam sich nachts einschleicht, er hat gehört: Antonie lebt und soll nun seine neuen Kompositionen singen. Krespel ist wie im Traum betäubt, – am Morgen ist Antonie tot.
Eine sehr schöne, traurige Geschichte über Schein und Sein, über Genie und Wahnsinn, und über die Liebe im Horizont des Todes.
Jg **
Signor Formica
Eigentlich eine opera buffa in Novellenform. Italienische Künstlerkonkurrenz (durchaus realistisch, wenn man an Cellinis Autobiographie denkt), dazu der Topos des alten Onkels, der das süße Nichtchen heiraten will (wie schon beim Kanzeleirat Tussmann!) und des verzweifelten jungen Genies, dass seine Geliebte nicht erreichen kann. Dann die Figur des halbmenschlichen Deus ex machina, Salvator Rosa, u.a. auch Maler, der, nachdem er sich vom Genie Antonios überzeugt hat, diesem zu Ruhm, Aufträgen und Wohlstand verhilft. Die Liebe des Mummelgreises wird, wie in der Brautwahl von Leopold, hier von Salvator kräftig lächerlich gemacht. Die Nebenhandlung bringt auch einen mörderischen Arzt und Kunstsammler ins Grab. Entscheidende Rettung – mit etlichen Hindernissen – geschieht durch einen Schauspieler Signor Formica, der nach missglückter Entführung Angelikas den Onkel auf der Bühne so darstellt, dass dieser sich dort mit ihm kloppt – und diesen Moment können Antonie und die Freunde nutzen. Allerdings versucht auch in Florenz der Alte die Ehe noch annullieren zu lassen, worauf derselbe Theater-Formica eine großartige Blamage für den Alten inszeniert.
Nett ist, dass hinterher alle Mitleid mit dem Scheusal haben, dass die Kinder ihn um Vergebung bitten und er endlich zufrieden ist, als Opa bei ihnen zu wohnen und sich versorgen zu lassen. Ein versöhnlicher Schluss.
Und am Ende kommt noch raus: Salvator ist selbst Signor Formica gewesen. Das bedeutet: die sagenhaft amusanten Verschwörungen und Bekehrungen werden allesamt mit trickreicher Menschenkenntnis und Einfallsreichtum vollbracht, hier braucht keiner Zauberkräfte, man muss nur die richtigen Hebel ziehen. Es ist eine Freude, da teilzuhaben.
Das ganze ist hochgradig erheiternd. Ein Lehrstück italienischer Topoi in der deutschen Literatur, das ich den Jugendlichen nicht vorenthalten möchte.
Jg *
Spielerglück
Siehe Einzelbewertung
Spukgeschichte, Eine
Ein liebes Kind will sich mal ein Späßchen machen mit einer auf dem Landgut herumgeisternden Frau und kriegt die dann allabendlich als einzige und sie Bedrohende zu sehen. Obwohl alle sie für wahnsinnig halten, müssen sie klein beigeben, als jenes für alle unsichtbare Gespenst einen für alle sichtbaren Teller durch die Luft reicht und auf einem Tischchen absetzt. Und als Resultat stirbt Mama vor Schreck und Papa Oberst fällt auf dem nächsten Kriegszug, weil er wie verrückt ins feindliche Feuer rannte. Von dem Moment an ist Adelgundchen geheilt, aber jetzt ist die hüpfrige große Schwester in Wahnsinn verfallen.
unheimliche Gast, Der
Draußen Sauwetter. Die Obristin, deren Tochter Angelika, die Gasttochter Margueritte allein zuhaus, aber es kommen doch Rittmeister Moritz und Jurist Dagobert getreulich zum Jour fixe und reden über das unheimliche Brausen des Windes im Kamin, wie Jammertöne, und wie wichtig Gespenstergeschichten sind, die Tiefenschichten unserer Seele aufrühren. Da meldet sich die von uns verratene Natur usw.usw. Klagetöne in Spanien, auf Ceylon. Angelika verliert ein Tuch, Moritz hebt es auf, tiefes Aug in Aug und küss die Hand, worauf Marguerite, mit der er bloß rumgeflirtet hatte, ein Glas Punsch fallenlässt. Mehr Gespenstergeschichten und wohliges Gruseln. Dann schreckliche Träume. Dann erzählt Moritz von seinem Freund Bogislav, dem ein italienischer Graf die Verlobte abspenstig machte. Beim Duell tötet er den, aber seither wird er von dessen Todesächzen verfolgt. Und gerade, wie Moritz erzählt, dass Bogislav das Gespenst auffordert, zu erscheinen – geht Wumms die Saaltür auf und ein Fremder kommt herein, der allen verdächtig ist, sich aber mit guten Manieren herausziehen kann. Endlich Auftritt Oberst: es handelt sich um dessen lieben Freund und Lebens- und Ehrenretter Graf x, und das sorgt für Entspannung am Kamin. Marguerite benimmt sich merkwürdig. Moritz merkt gleich, dass der Graf es auf Angelika abgesehen hat.
Tatsächlich will der Oberst seine Tochter an den Grafen verheiraten. Die will aber Moritz, Papa ist platt. Dann neue Einberufung, der Graf soll Mama und Tochter auf den Gütern beschützen. Marguerite vergiftet sich, wird vom Grafen gerettet, der verdächtig schnell Bescheid weiß
Nach dem Krieg heißt es, Moritz sei gefallen, der Graf schafft es, Angelika zu bezirzen, die aber merkwürdig exaltiert sich verhält, zum Graus der Mama-.
Der Oberst ist verwundet. Angelika geschmückt als Braut. Marguerite ist abgehauen. Der Graf wird erwartet. Man findet ihn im Garten tot. Die Gesellschaft verzieht sich erschrocken. Plötzlich läuft Angelika los – raus, die Straße entlang: ihrem quicklebendigen Moritz in die Arme der mit Freund Bogislav aus dem Schloss kommt, wo man ihn pflegte, heilte, und – festhielt, weil vermutlich mit dem Graf im Bunde, und wo Moritz ausgerechnet von Marguerite süß träumte. Und dann stellt Bogislav fest, dass sein Graf-Geespenst und die frische Leiche identisch sind, und Marguerites Flucht war vom Grafen veranlasst.
Nunja, die richtige Hochzeit findet statt, alle sind zum Gespensterglauben bekehrt, aber auch dazu, lieber die Finger davon zu lassesn.
Brrr. Teufelszeug.
Zacharias Werner
Interessant im Blick auf die Grenzen, die sogar die der Romantik so hingegebenen Serapionsbrüder einer legitimen Romantik setzen.
Romantik
Zusammenhang der Dinge, Der
Ludwig ist der große Angeber, der seine Fehler und Feigheiten mit dem großen „Zusammenhang der Dinge“ wegerklärt, Euchar, der Freund, still und bescheiden, der echte Held. Euchar entdeckt eine Zigeuner-artige Tänzerin, die mit verbundenen Augen um rohe Eier tanzt. Ludwig imaginiert sie sofort als Goethes Mignon und will sie retten – gerät dabei aber in einen ganz falschen Film. Euchar aber weiß es besser und lässt sie ein spanisches Freiheitslied singen. Das passt. Trotzdem schwärmt Ludwig weiter von Mignon.
Dann findet er sich eingeladen zum Grafen Puck, wo er Victorine sehen wird, für die er auch schwärmt. Beim Tanzen aber geht ihm etliches daneben, er blamiert sich tödlich und verwechselt Victorine mit einer anderen. Und bemerkt nur nebenbei, dass Victorine sich nach Euchar erkundigte. Irgendwie intrigiert der Kammerdiener, dass Ludwig doch noch Bräutigam werden solle und zwar auf einem ästhetischen Tee. Dabei wird Euchar zur Darbietung einer Erzählung gedrängt, und die handelt nun von einem Edgar, eigentlich ihm selbst, und darüber, was er im Spanischen Freiheitskrieg gegen Napoleon erlebte. Durch viele Umstände kann er unter Wellington in Spanien kämpfen und auch das Misstrauen, das er durch seine alte Freundschaft mit einem französischen Offizier, der ihn und andere Spanier gefangennahm, bei der spanischen Untergrundtruppe, besiegen. Knapp an der Hinrichtung durch jene vorbei. Freigelassen zur Guerilla bewährt sich Edgar und rettet dabei ein Mädchen. Ende der Erzählung, das Mädchen ist die Tochter eines der spanischen Granden, der grad aber doch nicht stirbt. Ende der Erzählung.
Nun kommt als Überraschung jene Emanuela herein und tanzt. Verwirrung, weil Victorine eifersüchtig ist auf Emanuela, von der Ludwig unangemessen begeistert sich zeigt. Dass Victorine in Wahrheit auf Euchars unverkennbare Liebe eifersüchtig ist, entzieht sich dem eitlen Ludwig.
Plötzliche Abreise Edgars. Zwei Jahre später Rückkehr und Treffen der Freunde. Ludwig hat Victorine als tyrannische Ehefrau zu ertragen. Aus seinen Erzählungen wird klar, dass Victorine ihn nur heiratete, weil sie Euchar nicht kriegen konnte. Aber dann machen beide ihren Frieden mit allem, was quer gelaufen ist. Und nun beendet Euchar auch, wie versprochen, seine Erzählung: Die Tochter jenes Granden hat den von der neuen Regierung der Kooperation mit dem Feind angeklagten Vater im Untergrund durch ihr Tanzen ernähren können. Edgar, der dies beim unverhofften Wiedersehen erfährt, gelingt es, ihn zu rehabilitieren. Das war der Grund für die Abreise. Und so kriegt er die Tochter zur Ehefrau. Und die marschiert soeben samt Papa in den ästhetischen Tee. Alles wunderbar.
Eine sehr schöne Geschichte!
Jg **
Info
| Erscheinungsjahr | 19. Jh., 1. Hälfte |
| Seiten | > 600 |
| Autor | Hoffmann, E. T. A. |
| Für Jugendliche: | Gut |

Kommentar zu: Hoffmann, E. T. A. – Die Serapionsbrüder.