Wostokow, Stanislaw - Frossja Furchtlos - Deutschsprachige Orthodoxie

Meinung

Cornelia meint:

Frossja Furchtlos oder von sprechenden Hühnern und verschwindenden Häusern

Obwohl das Buch für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde (was mich gleich mit Misstrauen erfüllte), war ich begeistert (und bereue mein Misstrauen). Hier hat sich, Sozialismus hin, Putin her, etwas von der russischen Seele erhalten, zu dem wir Deutschen uns immer hingezogen fühlten.

Es gibt da die zeitlose Bäuerin Aglaia, Großmutter Frossjas, deren Eltern als Geologen unterwegs sind, und die bei der Dachreparatur von der Leiter fällt, was Vater Ignatij ihr vorausgesagt hatte. Der organisiert den Transport ins entfernte Wladiwostok in die Klinik. Frossja, mit ihren Hühnern aus der Schule kommend, will allein den Haushalt managen. Glücklicherweise schickt Onkel Förster seinen singenden Bären als Helfer. Aber während Frossja mitten im Winter auf Eis und Schnee die Fahrt zur Oma bewältigt, hat der Direktor des Holzhaus-Museums in einem Zeitungsartikel ihr altes Bauerhaus entdeckt und sich vom Dorfsäufer-Nachbarn, der sich an Frossja rächen will weil sie ihm kein Geld für den Schnaps gab, dasselbe verkaufen lassen. Kommt Frossja heim, – Haus weg. Hier hilft nun der Lehrer der 4-Schüler-Schule, und dabei zeigt sich, dass der Klassenbeste zwar viel Wissen beisteuert (über das Museum), dass es aber die eher beschränkten Jungs sind, die sich Vaters Traktor „leihen“, um das Haus zurückzuholen. Ein Polizist will den Jungen zwar verhaften, unterstützt dann aber Lehrer und Kinder bei der Verladung des unrechtmäßig auseinandergenommenen Holzhauses. Alle helfen beim Wiederaufbau der korrekt nummerierten Balken mit, die geheilte Oma (Gipsbein) kann kommen. Zwar merkt sie, dass da was passiert ist, aber das innen vorbereitete Festessen bringt Frieden und Freude.

Herrlich!

GK ***

Info

Erscheinungsjahr 21. Jh.
Seiten 100-300
Autor Wostokow, Stanislaw
Für Jugendliche: Empfehlung

Kommentare

Kommentar zu: Wostokow, Stanislaw – Frossja Furchtlos.

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