
1846 (entstanden 1810-1812)
Meinung
(Cornelia)
Märchen
Dazu gehören
Rheinmärchen
Die ich auch lokalgeschichtlich lustig finde und überhaupt wunderbar amusant geschrieben. Mit langem Atem kann man das Kindern vorlesen. Überaus bilderreich, man muß dazu malen.
Man sollte aber gleich ein Verzeichnis machen, weil die Geschichten in den Geschichten sonst ein Labyrinth werden. Irgendwann kann man die Gesänge und 7 Jungfrauengeschichten nicht mehr ertragen.
KK
Unter den Märchen, die dann erzählt werden, gefällt mir für Kinder nur
Hüpfenstich
Der lustig ist.
KK
Leben und Sterben des Grafen Gaston Phöbus von Foix und von dem traurigen Tode seines Kindes Gaston
Nach Froissart im 14. Jh.
Missverständnisse zwischen Vater und Sohn in einer wunderbaren Fürstenfamilie. Aber die Bürger sorgen für Gerechtigkeit und dafür, dass der zu Unrecht verstoßene Sohn (den seine geschiedene Mutter mit Vatermord beauftragt hat, ihm vorspiegelnd, es gehe um eine Heilung) als Erbe und Herr eingesetzt wird.
GK
Megole de Lescar
Über Großmut und Kaufmannsklugheit. Über Souveränität gegenüber einer erhaltenen Ohrfeige. Und heute schafft man das nicht mehr. Gut für Kinder.
GK+. PÄ.
Wenig und viel
Lehren an den Sohn gemäß den Sprüchen. Gut für Kinder.
KK+
Almosen
Parabel über die Barmherzigkeit. Gut für Kinder.
KK+
Gottes Lohn
Ditto.
KK+
…
Kinderdisputation
Ein schönes Lehrstück über die Weisheit. Für Kinder.
KK+
Der Zweifel
Über einen Jungen, der immer noch auf eine bessere Frau wartet und so bei der schlechtesten landet. Für Kinder.
GK+
Hochzeit
Über die Geduld und das Erbarmen. Hart – wie bei uns, und richtig für Kinder.
GK+
…
Der Kunsthändler
Wie alle ihre Götzenbilder kaufen und nur der blinde Bettler das Bild von Christus. Gut für Kinder.
OR. GK+
Die drei Wehmüller
Sehr amusant und gut zu lesen, auch für Kinder
KK
Die 3 Nüsse
Melodramatische Novelle, auch okay und schön verwirrt.
KK
Hier ein paar Warnungen:
Fanferlieschen
Ursula als Ur-Bild der Mutter. Auf keinen Fall vorlesen. Diese Heiligkeit des Frauenbildes ist viel zu grausig erkauft. Diese Ursula ist nicht mehr menschlich in ihrer Liebe, die alles besiegt. Und eh zu viel Höllenkram dabei. Wir haben nicht diese Art der Selbst-vernichtenden Selbstverleugnung. Nicht in diesem Grade. Das ist übertrieben und darum schlecht.
Godwi
Eine Art Wilhelm Meister auf subjektiv
Wasa
Spott über Kotzebue in Verteidigung von Schlegel und Tieck
Ponce de Leon
Auf dem Weg von der Romantik zu Göthe. Aber immer zu viel Witz. Und das Problem zu ernst für eine Kommödie. Und zu viel von ihm selbst drin. Heine sagt: es gibt nichts Zerrisseneres als dieses Stück, Gedanken wie Sprache.
Murmeltier
Ist wieder so eine Mädchen-Quältortur
Die Rose
Ne, perverse Treueprobe
Die Philister vor,in und nach der Geschichte
Crazy Bildungsballast und Zeitkritik vom alten Testament bis zu den Feinden der Romantiker. Man muss sehr suchen, um da Körner zu finden
Bärenhäuter
Versuch eines neuen Volksbuchs quer durch alte Sammlungen des 16 und 17 Jhs. Ist aber Satire gegen die Feinde der Romantik.
Vom Schwaben, der das Leberlein gefressen
Ein strafender Christus.
Aus einem geplünderten Postfelleisen
I Über den Verlust altdeutscher Tugend. Interessant für den deutschen Nationalcharakter. Über den Erhalt gotischer Kirchen bei abnehmender Religiosität.
II Satire auf die neu-erwachte falsche Frömmigkeit der Gefühligkeit
Die lustigen Musikanten
nix
Info
| Erscheinungsjahr | 19. Jh., 1. Hälfte |
| Seiten | 100-300 |
| Autor | Brentano, Clemens |

Kommentar zu: Brentano, Clemens – Märchen.