Goethe, Johann Wolfgang von – Iphigenie auf Tauris

1786 | 80 S.)

Iphigenie auf Tauris ist ein Bühnenstück von Johann Wolfgang von Goethe nach der Vorlage von Euripides’ Iphigenie bei den Taurern. 1779 schrieb der Dichter eine Prosafassung, die er während seiner Italienreise ab 1786 in ein Versdrama umformte. Wikipedia

Meinung

Cornelia meint:

Ja, das ist ein großes Werk, wirklich ein Muss! Die Götter, die man ehrt, obwohl sie unklare Orakel verzapfen und selbst dem Schicksal unterstehen, die aber doch irgendwie fürsorglich ihre guten Gaben bereithalten, so etwa die Rettung der von Gott A für das Opfer bestimmten Iphigenie durch Göttin B, bieten auch die chance, dass Iphigenie, wenn sie sich nur bewährt, das ganze dysfunktionale Haus der Tantaliden ent-fluchen kann. Und diese Bewährung geht, interessanter Weise, nicht über Gesetzestreue (denn Gesetze sind immer manipulierbar) sondern über die Integrität des reinen Herzens und der Humanität. Da wird das unterdrückte Weib dann zur Erlöserin. Es lohnt sich, bei dieser Antiken-Religions-Anleihe zu prüfen, wie viel orthodoxes Christentum sich unerkannt darin versteckt.

Vergleich mal, so legt Leber nahe,  mit Euripides, Sophokles‘ Philoktet und Aischylos Orestie

JG+

Info

Erscheinungsjahr18. Jh., 2. Hälfte
Seiten< 100
AutorGoethe, Johann Wolfgang von

Kommentare

Kommentar zu: Goethe, Johann Wolfgang von – Iphigenie auf Tauris.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert