
(1963 | 92 S.)
Meinung
Diese Frau hat einen schwedischen Reformköstler geheiratet und Kinderbücher geschrieben.
Cornelia meint:
Aus meinem Märchengarten
Die ersten vier Erzählungen sind ungeeignet: sie enden allesamt ungut.
Aber die letzten drei (Abenteuer der Prinzessin Rose-Marie I, Die Elfenprinzessin II und Die Spinnenhexe III gehören zusammen und haben einen eigenartigen Reiz. Die Autorin bringt aus ihrer Heimat einen ungewohnt lakonischen Ton mit sich, den man auch von Lindgren kennt. Das Modell ist einförmig: Prinzessinnen geraten in Schwierigkeiten und ihre Retter auch. Aber mit Mut, märchenhaften Hilfstruppen und ordentlichem Arbeitseinsatz kommt alles in Ordnung. Interessant ist, dass es zwischen bösen und guten Akteuren auch das innerliche Wachsen der Rose-Marie gibt, und dass bei den Bösen der Schein des Guten immer am Anfang steht. Diese Märchenwelt wird dadurch vieldeutig und höchst beunruhigend, – aber auch realistisch: Es gilt, genau hinzusehen und nicht zu schnell dem scheinbar Guten zu vertrauen. Das Resultat ist eine gewisse Verunsicherung, die man aushalten muss. Ich bin gespannt, wie diese Märchen heute „ankommen“.
GK**
Info
| Erscheinungsjahr | 20. Jh., 2. Hälfte |
| Seiten | < 100 |
| Autor | Waerland, Ebba |
| Für Jugendliche: | Gut |

Kommentar zu: Waerland, Ebba – Aus meinem Märchengarten.