Orthodoxe Theologische Fernschule - Deutschsprachige Orthodoxie

Eine Premiere innerhalb der deutschsprachigen Orthodoxie

Am 1. Oktober starten die ersten Kurse der neu gegründeten Orthodoxen theologischen Fernschule. Die Orthodoxe theologische Fernschule ist eine Bildungseinrichtung der Orthodoxen Kirche, die Online-Kurse über den orthodoxen Glauben anbietet. Aktuell werden zwei voneinander unabhängige Kurse mit verschiedenen Zielsetzungen angeboten.

Katechese-Kurs „ Einführung in die Orthodoxie“

Das Ziel dieses einjährigen Kurses ist eine allgemeine Einführung in den orthodoxen Glauben. Der Kurs richtet sich vor allem an erwachsene Menschen, die orthodox werden möchten oder ein Basiswissen über den orthodoxen Glauben erhalten möchten. Für die Teilnahme ist kein theologisches oder biblisches Vorwissen notwendig.

Theologischer Kurs „Vertiefung in den orthodoxen Glauben“

Ziel dieses dreijährigen Kurses ist es, weiterführendes Wissen an Menschen zu vermitteln, die in orthodoxen Gemeinden als Lehrer der Sonntagsschule, Katecheten, Leser u.ä. tätig sein wollen. Es können aber auch Menschen teilnehmen, die ihr Wissen über den orthodoxen Glauben vertiefen möchten. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Basiswissen, das bei einem Aufnahmegespräch geprüft wird. Der theologische Kurs steht nicht in Verbindung mit dem Katechese-Kurs.

Die Fernschule gehört zur St. Barbara Gemeinde in Krefeld und wird in Zusammenarbeit mit dem Christlich-Orthodoxen Informationszentrum e. V. betrieben. Leiter der Schule ist Priester Alexej Veselov. Die Schule führt ihre Tätigkeit mit dem Segen von Erzbischof Tichon, Leiter der Russischen Orthodoxen Diözese von Berlin und Deutschland, aus. Am Unterricht können sich Lehrer und Schüler aus beliebigen Diözesen beteiligen.

Logo der Orthodoxen Theologischen Fernschule Krefeld

Wir möchten Ihnen diese Kurse ans Herz legen.

Herzliche Grüße!  

Gregor und Katharina Fernbach

Die Kurse beginnen jährlich im September, Anmeldung bis August.
Alles zu Kursgebühren (2024: 150 Euro bzw. 200 Euro pro Jahr) usw. unter dem Link:

https://www.orthodoxe-fernschule.de

Kommentare zu diesem Beitrag

  • Sehr geehrte Damen und Herren!

    Durch einen Radiobericht wurde ich aufmerksam gemacht über die Erscheinung des neuesten Buches Ihres Kirchenoberhauptes Patriarch Kyrill 1.. Diese Inhalte haben mich als Christen doch sehr erschreckt und verwundert. Dazu habe ich die Frage: Sind diese in diesem Buch vertretenen Ansichten zum Krieg, insbesondere zu dem Krieg Russlands gegen die Ukraine, seine persönlichen Ansichten oder übernehmen es auch die 16 Millionen russisch-orthodoxen Christen auch?

    Ich würde mich freuen, wenn Sie mir da Klarheit verschafften.

    Mit freundlichem Gruß,

    Heinz Zündorf

    1. Lieber Herr Zündorf,
      danke für Ihre Frage, die nicht nur Sie, sondern auch viele orthodoxe Christen bewegt, auch mich persönlich. Ich selbst bin Lektor in einer russisch-orthodoxen Gemeinde, meine Frau ist Ukrainerin, ihr Vater war zu Kriegsbeginn mit weit über 80 Jahren zur Flucht nach Deutschland gezwungen. So viel zur Einordnung.
      Ich kann gewiss nicht für alle russischen Orthodoxen reden, jedoch wirkt natürlich, wie ich schmerzhaft beobachten muss, die russische Kriegspropaganda bei vielen, selbst hier in Deutschland. In unseren Gemeinden geht der Riss teils mittendurch. Mit Menschen mit völlig unterschiedlichen politischen Ansichten gemeinsam zu beten, zu fasten und zu feiern, ist zuerst einmal eine Herausforderung. Doch so lernen wir auch, hinter den „politischen Feinden“ den Nächsten wiederzuentdecken, der zwar seinem Patriarchen glaubt, dass hier ein „notwendiger Kampf gegen das Böse“ stattfindet, jedoch weit lieber Frieden hätte und Gutes tun würde. Ich bin aus persönlichem Erleben überzeugt, dass die Predigt der Nächstenliebe und des Mitgefühls, die Gemeinschaft in der hl. Eucharistie niemals diese Spaltung vertiefen wird, sondern dazu beiträgt, Hass und Gewalt zu stillen, und auch den jeweiligen „Feind“ als Menschen wahrzunehmen, dem das Liebesgebot unseres Herrn gilt.
      Es gibt auch in der russischen Kirche das Bewusstsein für den eigenen Schatten, für den „kirchlichen Doppelgänger“ und dessen Predigt der Finsternis. Ich empfehle „An den Mauern der Kirche“ oder auch „Bin etwa ich es?“ von Sergej Fudel, der den Einfluss der Politik auf die Kirche zu Sowjetzeiten am eigenen Leibe erfahren hat. Dieser „Riss“ geht auch durch alle genannten 16 Mio Gläubigen und überhaupt durch jeden Menschen – niemand ist heilig. Die heilige Kirche aber ist stets bei den Leidenden, hüben wie drüben, sie führt ihre Kinder aus der Dunkelheit zu (innerem) Frieden und Liebe. Über alles andere mag der Herr Seinen barmherzigen Richterspruch fällen.
      Ich kenne persönlich weder das Buch noch den Radiobeitrag. Ich befürchte, besonders ausgewogen wurde da nicht berichtet. Wichtig ist allerdings zu wissen, dass in der Orthodoxie das Buch eines Patriarchen keinesfalls etwa mit einer päpstlichen Enzyklika gleichzusetzen ist – es bleibt seine persönliche Ansicht und ist auch keine „Pflichtlektüre“ für russische Christen.
      Gott zum Gruße
      Peter

      P.S.: Unsere DOM-Gesellschaft ist unabhängig von der Russischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats, wir vereinen Christen aller orthodoxen Teilkirchen. Patriarch Kirill ist „mein“, jedoch nicht „unser“ Patriarch. Daher auch meine persönlich gehaltene Antwort. Fragen Sie gerne weiter.

  • Lieber Seminarleiter,
    Habe heute von der möglichkeit erfahren, das orthodoxe wissen in einem Fernstudium zu vertiefen. (…)
    Wie kann ich aus der Ferne teilnehmen? Bin digital nicht sehr bewandert. (…)
    Gottes Segen für Ihren Einsatz wünscht Ihnen Marion stephan-eiben

  • Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ich heiße Araya aus dem eritrea orthodox church.und ich hätte gerne ferntheologieschen Unterricht lernen.
    Wie kann ich Ihnen kontaktieren?

    Liebe Grüße

  • sehr geehrte Damen und Herren
    Grüße ihn Jesus Christus.
    Mein Name ist Michael Paul Sherley und würde mich gerne mit Ihnen in Verbindung setzen um zu sehen ob dieser Kurs das richtige für mich ist.
    ich möchte gerne sehen ob der Herr mich auf diese Weise auf die Zukunft Missionaren Arbeit vorbereiten will.
    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Paul Sherley

    1. Gott zum Gruße, Michael,
      die Kurse beginnen immer im September, die Anmeldung erfolgt im Juli / August. Ein Einstieg mitten im Jahr ist nicht möglich.

      Alle weiteren Informationen holen Sie sich am besten an der Quelle:
      Unter dem Link oben https://www.orthodoxe-fernschule.de finden Sie zu beiden Kursen (unter den Menüpunkten „Katechesekurs“ und „Theologischer Kurs“) ausführliche Informationen. Bitte wenden Sie sich, wenn dies nicht ausreicht, an den Leiter der Fernschule Vr. Alexej Veselov, seine Kontaktdaten finden Sie ebenfalls auf der genannten Website, unter „Unser Team“.

      Herzliche Grüße und Gutes Lernen!
      Peter

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