„Kirche und Sexualität: Zwischen Tradition und Postmoderne“
Vorträge und Diskussionen über das Themenfeld „Orthodoxe Kirche und Sexualität“ anlässlich der 4. DOM-Sommertagung in der Verkündigungs-St.Justin-Einsiedelei Eiterfeld-Unterufhausen
Eine Neuerscheinung bei Edition Hagia Sophia widmet sich einem Thema, das für viele Orthodoxe und Orthodoxie-Neugierige interessant sein dürfte – dem Verhältnis der orthodoxen Kirche zur Sexualität.
Da es sich um eine Sammlung von Vorträgen anlässlich einer der letzten DOM-Sommertagungen handelt, erwartet den Leser eine Betrachtung des Themas Sexualität aus verschiedensten Blickwinkeln. Auf der Grundlage orthodoxer Lehre und Lebensweise suchen die Vortrragenden nach zeitgemäßen Antworten auf immer wiederkehrende Fragen.
Hier eine Auswahl der Themen:
Sex und Sünde | Ehe, Liebe und Askese | Orthodoxe und säkulare Psychotherapie der Sexualität | Sexualität im Kontext orthodoxer Familie und außerhalb der Ehe
Die Buchreihe „Edition DOM“ wurde ins Leben gerufen, um deutschsprachigen Lesern Grundlagen orthodoxer Glaubens- und Lebensweise in verständlicher Sprache und in überschaubarem Umfang nahezubringen. Weitere Ausgaben dieser Reihe finden Sie HIER.
Details zu „Kirche und Sexualität“ aus der orthodoxen Buchreihe Edition DOM
170 Seiten | Broschur | 150 x 225 mm | 17,50 €

Wie lässt sich dem uns gesetzten Ziel der Heiligkeit (Mt 5,48) in einem Umfeld nachstreben, das alle Lebensbereiche mit seinem Gegenevangelium fleischlicher Lust durchzieht?
In dieser Aufsatzsammlung von Klerikern und Laien geht es um die richtige Balance zwischen der Wertschätzung der (ehelichen) Freude als einer Gabe Gottes und der gebotenen Wachsamkeit gegenüber den Leidenschaften, die dieses Geschenk verunstalten. Es gilt, der im christlichen Westen jahrhundertelang prägenden Verteufelung der Sexualität (samt Frauenverachtung) entgegenzuwirken, ohne dabei in eine Freizügigkeit zu verfallen, die unsere göttliche Berufung innerhalb der Ehe verdunkelt. Die Orthodoxie feiert die monastische Askese, kennt aber keinen Zwangszölibat für Priester; im Vertrauen auf den in der Kirche wirksamen Heiligen Geist bejaht sie die Autorität des Klerus, muss sich jedoch, wie andere religiöse Kulturen, den Gefahren des sexuellen Missbrauchs dieser Autorität stellen. Wie überall führt auch im Bereich der Sexualität der Weg zur Heiligkeit über die Heilung.
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