Die Verehrung des Kreuzes Christi

Ein Faltblatt der DOM-Arbeitsgemeinschaft Katechese

Viermal im Jahr verehrt die Orthodoxe Kirche das
Kreuz des Herrn:

– am 27./14. September, dem Fest der Auffindung und Erhöhung des Kreuzes durch die Hl. Helena, die Mutter Kaiser Konstantins im Jahre 335 in Jerusalem,
– am 3. Sonntag in den Großen Fasten vor Ostern, dem Fest der Kreuzverehrung,
– am 14./1. August mit der Prozession des Kreuzes um die Kirche,
– am Hohen Freitag vor Ostern, wenn das Kreuz aus dem Altarraum in die Kirche herausgetragen und dort aufgestellt wird zur Verehrung durch Kniefall und Kuss.

Warum diese vielfache feierliche Verehrung des Kreuzes? – In der Kreuzigung des Gottessohnes wird die unfassbare Liebe Gottes zu den Menschen sichtbar. Wo in aller Welt kommt ein Gott den Menschen so nahe, dass Er nicht nur Mensch wird, sondern auch noch für sie den Tod erleidet?
Aber auch das ist noch nicht das Ende Seiner
Erniedrigung. Er steigt sogar hinab in das Reich des Todes, wo dieser die Verstorbenen gefangen hält. Da es sein Gesetz ist, alles Leben zu vernichten und in sein Reich zu holen, musste er auch den Gekreuzigten aufnehmen, und in und mit diesem zugleich – Gott Selbst. Aber diesen konnte der Tod nicht überwinden, denn Er war mächtiger …

Titelseite des 7. Faltblatts