Deutschsprachige Orthodoxie - Wer wir sind

Ikone des Heiligen Erzengels Michael

Wofür wir stehen:

Christen sollen Zeugnis ablegen. Orthodoxe Christen sehen sich unter dem Gebot, die Wahrheit der Einen Kirche Christi zu bekennen. Von dieser Kirche handelt das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel, das unser Gebetsleben prägt.
Wir sind berufen, unsere Nächsten auch insofern zu lieben, als wir ihnen helfen, den Weg des Heils in dieser einen, weltweiten orthodoxen Kirche zu finden.
Diese Kirche lebt in vielfältig ausgeprägten regionalen Ortskirchen. Im Westen wird sie oft fälschlich auf „Ostkirche“ reduziert, und in Deutschland gilt sie weithin nur als „Kirche für Emigranten“. In Wirklichkeit lebt in jeder dieser Ausprägungen die universale Kirche des ersten Jahrtausends, die bis heute der Apostolischen Tradition in ihrer ganzen Fülle treu geblieben ist.

Diese Webseite wurde von der Gesellschaft zu Ehren des Heiligen Erzengels Michael e. V. Deutschsprachige Orthodoxie in Mitteleuropa ins Leben gerufen. Sie soll in allen Ländern und Regionen deutscher Sprache über den Glauben und die Lebensweise der Christlichen Orthodoxie informieren.

Für orthodoxe Christen

 Orthodoxen Christen möchte sie dabei helfen, ihrer Berufung gemäß Zeugnis abzulegen. Das ist nicht leicht in säkularisierten Gesellschaften. Viele Menschen hier wollen von den christlichen Wurzeln der Kultur des Westens nichts mehr wissen. Wer sich noch als „Christ“ versteht, beschränkt seinen Glauben häufig auf das, was die „wissenschaftliche Aufklärung“ gelten läßt. Christsein erscheint somit auf den moralisch „guten Willen,“ den politischen „Werte-Diskurs oder Frömmigkeit ohne theologische Klarheit reduziert. Für ein authentisches liturgisch-asketisches Leben bleibt da kein Raum.

Für nicht-orthodoxe Christen, Andersgläubige und Nicht-Gläubige

Diese Webseite möchte zum persönlichen Gespräch anregen. Unter übersichtlich angeordneten Rubriken soll der Zugang zu hilfreichen Informationen erleichtert werden. Dies können Verlinkungen mit anderen Webseiten oder Hinweise auf Bücher, Veranstaltungen und Tagungensein. So versuchen wir, Brücken zu bauen: Sie sollen von den geistlichen, moralischen, lebenspraktischen und bioethischen Fragen unserer Zeit hinführen zu den Schätzen einer zweitausend-jährigen Tradition in der Erfahrung göttlicher Heiligkeit. Solche Erfahrung ist natürlich nur sehr selten durch einen internet-Auftritt vermittelbar. Irgendwann müssen Interessierte sich aufmachen zum „komm und sieh selbst“. Aber die Motivation für ein solches Abenteuer kann eine internet-Seite durchaus wecken.

Die deutsche Sprache

Eine wesentliche Voraussetzung für solche Gespräche liegt in einer größeren Offenheit der von Zuwanderern getragenen Gemeinden für deutschsprachige Besucher. Darum setzt sich unsere Gesellschaft mit dieser Webseite für eine stärkere Verwendung der deutschen Sprache in den russischen, griechischen, serbischen, rumänischen und antiochenischen Gottesdiensten ein. Sie möchte darüber hinaus zum Nachdenken anregen über eine deutschsprachige orthodoxe Kultur: Welche Anknüpfungspunkte gibt es in den eigenen historisch gewachsenen Kulturen der Länder und Regionen deutscher Sprache? Wie läßt sich der Zugang zu diesem (zunächst mehr oder weniger fremd erscheinenden) Glaubensleben erleichtern?

Der Erzengel Michael

Unsere Gesellschaft ist dem Heiligen Erzengel Michael geweiht. Im gesamten historisch deutschen Sprachraum finden sich als erste Zeugnisse der frühen Christianisierung die Michaels-Kirchen. Der Erzengel, der die rebellischen Himmelsmächte in die Tiefe verbannte und so den Kräften des Bösen Widerstand leistet, wurde von den noch heidnischen Germanen als Beschützer anerkannt. Unsere Tätigkeit soll das Bewußtsein dieses uns geschenkten Schutzes neu wecken.

Unsere Mitglieder

Zu unseren Mitgliedern zählen Christen aller hier vertretenen kanonischen Diözesen. Einige kommen aus orthodox geprägten Ländern und lernen hier, in der Fremde, ihren Glauben neu schätzen. Andere sind aus eigenem Antrieb zur Orthodoxie konvertiert und haben erfahren, wie das scheinbar Fremde sehr schnell zum Aller-Vertrautesten wurde:
Trotz aller anfänglichen „Zumutungen“ erleben sie ihr neues Leben als eines „wie es sein soll“.
Unsere Gesellschaft, und mit ihr auch diese Webseite möchten diese beglückende Entdeckung möglichst vielen anderen Menschen zugänglich machen.

Unsere Webseite ist nicht als ein allgemeines orthodoxes Informationsmedium konzipiert. Bei den deutschsprachigen Medien dieser Art, deren Links wir verwenden, betonen wir, dass DOM für die Informationen, die auf diesen anderen Medien aufgenommen werden, keinerlei Verantwortung übernimmt.